Darstellung
Rede des Präsidenten der Republik
Aussage von Dr. Zilda Arns Neumann
Wichtige Daten Im Überblick
Einsatz in Anderen Ländern
Kommision
Der Friede Beginnt zu Hause

Kindersterblichkeit und Unterernährung

Innovation
Ökumenismus
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Zusätzliche Projekte
Organisation
Informationssystem
Kosten
Unterstützung
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          Als weitere Unterstützungsform der Familien und Gemeinden führt die Kinderpastoral auch noch zahlreiche Projekte durch, die ihre Tätigkeit ergänzen und die Arbeit in der Gemeinde verstärken, mit dem Ziel, die Lebensqualität aller betreuten Familien zu verbessern.

1 Alphabetisierung von Jugendlichen und Erwachsenen
  Je länger die Mütter die Schule besucht haben, desto niedriger sind die Kindersterblichkeitsraten. Aus diesem Grund unterhält die Kinderpastoral seit 12 Jahren das Programm zur Alphabetisierung von Jugendlichen und Erwachsenen, an dem Gemeindeleiter und Angehörige der betreuten Familien teilnehmen können. In den Alphabetisierungskursen wird mit Schlüsselwörtern aus dem Bereich der Gesundheit, der Erziehung und der Ernährung gearbeitet. Pro Jahr werden im Durchschnitt mindestens 20.000 Jugendliche und Erwachsene von der Kinderpastoral alphabetisiert.
   
2 Programm zur Erschließung von Verdienstmöglichkeiten
 

Durch gemeinschaftliche Projekte zur Erschließung von Verdienstmöglichkeiten versucht die Kinderpastoral die Lebens- und Gesundheitsbedingungen bedürftiger Familien zu verbessern. Nachdem die Familien in das von ihnen gewählte Gewerbe unterwiesen worden sind, werden ihnen die dafür nötigen Mittel von der Kinderpastoral zur Verfügung gestellt. Das Programm umfasst die verschiedensten Aktivitäten: Nähstuben, Bäckereien, Gemüseanbau, Tierzucht, Dienstleistungsbetriebe usw.

Die Berufsausbildung wird durch die Veranstaltung von Befähigungskursen ergänzt. Auf diese Weise wird versucht, den freiwilligen Gemeindeleitern und den von der Kinderpastoral betreuten Familien bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Im Jahr 2001 wurden im Rahmen der in ganz Brasilien durchgeführten Maßnahmen 42 Projekte zur Erschließung von Verdienstmöglichkeiten durchgeführt und 309 Personen ausgebildet.

   
3 Beteiligung an der Sozialkontrolle / REBIDIA
  Gemeindeleiter werden zur Teilnahme an der sozialen Kontrolle der öffentlichen Dienste (munizipaler Gesundheitsrat, Erziehung, öffentliche Fürsorge und Wahrung der Rechte von Kindern und Jugendlichen) auf munizipaler Ebene befähigt. Um die Befähigung und den ständigen Informationsaustausch mit den Gesetzgebern und den mit der Sozialkontrolle beauftragten Behörden in den Bundesstaaten und Munizipien zu gewährleisten, hat die Kinderpastoral in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen das Brasilianische Informations- und Dokumentationsnetz über die Kindheit und die Jugend - REBIDIA (Rede Brasileira de Informação e Documentação sobre a Infância e Adolescência) gegründet.
   
4 Das geistige Wohlergehen in der Gemeinde
  Hier werden Vorkehrungen zur Verhinderung der Gewalt und zur Bekämpfung des Stresses in den von der Kinderpastoral betreuten Familien getroffen. Dazu gehören z.B. die gemeinschaftliche Therapie und Massagen, die von Fachleuten durchgeführt bzw. verabreicht werden.
   
5 Kleine Gesprächsrunden
  Organisation von kleinen Gesprächsrunden mit den Gemeindeleitern, um gemeinsame Probleme zu besprechen und Lösungen dafür zu finden. Die kleinen Gesprächsrunden fördern die Beteiligung der Gemeinde durch die Methodik des Sehens, Beurteilens, Handelns und Feierns, um Themen wie z.B. die Drogen, den Alkoholismus, die Schwangerschaft im Jugendalter (um vorzeitige Schwangerschaften zu verhindern) und andere von der Gemeinde vorgeschlagene Themen zu diskutieren.
   
6 Projekt „Criança Viva“ (Lebendiges Kind)
  Das Programm wird mit Mitteln der Fernsehsendung „Criança Esperança“ des Fernsehsenders Rede Globo in Zusammenarbeit mit UNICEF getragen. Sein Ziel ist die Durchführung gemeinschaftlicher Aktionen zur Reduzierung der Kindersterblichkeit und der Unterernährung und zur nachhaltigen Entwicklung organisierter Gemeinden in den ärmsten Landkreisen Brasiliens. Dieses Projekt gehört ebenfalls zu den Zusatztätigkeiten der Kinderpastoral.
   
7 Ernährungsprogramm
 

Erweiterung der Ernährungsmaßnahmen durch die Beteiligung aller lokalen Sozialeinrichtungen mit dem Ziel, ein Ernährungsprogramm einzuführen, das allen Bürgern angemessene Ernährung garantiert.

   
8 Natürliche Familienplanung (die Kettenmethode)
 

Teotônio RoqueInformationen an Ehepaare und junge Leute über die Methoden der Familienplanung, unter Betonung der natürlichen Methoden. Um den Zielpersonen diese Methoden zugänglich zu machen, wurde die sogenannte Kettenmethode erfunden, die Klarheit über die fruchtbaren Tage der Frau und über das Vorbeugen vor unerwünschten Schwangerschaften verschafft.

   
9 Ältere Menschen
  Ein Phänomen, das weltweit zu beobachten ist z.B. durch die Abnahme der Fruchtbarkeit, den Rückgang der Kindersterblichkeitszahlen und die Erhöhung der Lebenserwartung, macht sich auch in Brasilien bemerkbar: Die Brasilianer werden jedesmal älter. Abgesehen von den Großeltern und den Erziehungsberechtigten der betreuten Kinder, sind viele freiwillige Mitarbeiter der Kinderpastoral ältere Menschen. Aus diesem Grund hat die Kinderpastoral ein besonderes Programm entwickelt, um die Erfahrungen älterer Menschen einzubeziehen und um ihnen auch Informationen auf dem Gebiet der Gesundheitspflege und der ihnen zustehenden Rechte erteilen zu können. Ziel des Programms ist die Befähigung der Gemeindeleiter, damit diese monatliche Hausbesuche bei den Familien abstatten, Angaben zu den älteren Menschen sammeln, sie in Fragen der Gesundheitserhaltung beraten und ihnen - falls notwendig - einen Besuch beim Arzt empfehlen können. Auf diese Weise wird versucht, Langlebigkeit mit Lebensqualität in Einklang zu bringen.
   
10 Soziale Kommunikation
 

Rogério Arns NeumannDie Kinderpastoral bemüht sich ständig um die Ausarbeitung von erzieherischem Material, sowohl in gedruckter als auch in audiovisueller Form. Es wurden bisher schon über zwanzig erzieherische Videofilme produziert; alle zwei Monate wird auch eine Zeitung mit insgesamt 16 Seiten und einer Auflage von 250.000 Exemplaren herausgegeben, die an die von der Kinderpastoral betreuten Gemeinden und den Partnern der Institution gerichtet ist, und einmal pro Woche wird in ganz Brasilien die Rundfunksendung „Viva a Vida“ (Lebe das Leben) kostenlos von über 1.343 Radiosendern ausgestrahlt. Die genannten Materialien und Sendungen dienen der Übertragung von Informationen und der ständigen Ausbildung der Gemeindeleiter, Gemeinden und Familien auf allen Tätigkeitsgebieten der Kinderpastoral; sie behandeln immer aktuelle Themen von gemeinsamem Interesse. Die Kinderpastoral wird auch von einer Gruppe von freiwilligen Kommunikatoren unterstützt, die sich mit ihren Zielen solidarisieren. Es sind über 600 Personen, zu denen Journalisten, Rundfunksprecher, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit und Künstler zählen. Sie sind in 23 brasilianischen Bundesstaaten vertreten. Diese freiwilligen Mitarbeiter versuchen drei wichtige Kommunikationsbereiche zu stärken: a) die Präsenz der Kinderpastoral in den verschiedenen Massenmedien; b) die Implementierung von Sendungen in den lokalen Rundfunksendern über Themen wie z.B. Gesundheit, Ernährung, Erziehung, Bürgerrechte sowie die allgemeine Entwicklung der Kinder; c) die Anwendung verschiedener Kommunikationstechniken in den Gemeinden, einschließlich der Vorführung von Videofilmen, der Präsentation von erzieherischem Material, der Aufführung von Theaterstücken, der Anwendung der Technik der Gruppendynamik usw.

   

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