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Als
weitere Unterstützungsform der Familien und Gemeinden
führt die Kinderpastoral auch noch zahlreiche Projekte
durch, die ihre Tätigkeit ergänzen und die
Arbeit in der Gemeinde verstärken, mit dem Ziel,
die Lebensqualität aller betreuten Familien zu
verbessern.
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Alphabetisierung
von Jugendlichen und Erwachsenen |
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Je länger die Mütter die Schule besucht
haben, desto niedriger sind die Kindersterblichkeitsraten.
Aus diesem Grund unterhält die Kinderpastoral
seit 12 Jahren das Programm zur Alphabetisierung
von Jugendlichen und Erwachsenen, an dem Gemeindeleiter
und Angehörige der betreuten Familien teilnehmen
können. In den Alphabetisierungskursen wird
mit Schlüsselwörtern aus dem Bereich der
Gesundheit, der Erziehung und der Ernährung
gearbeitet. Pro Jahr werden im Durchschnitt mindestens
20.000 Jugendliche und Erwachsene von der Kinderpastoral
alphabetisiert. |
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Programm zur Erschließung
von Verdienstmöglichkeiten |
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Durch gemeinschaftliche Projekte zur Erschließung
von Verdienstmöglichkeiten versucht die Kinderpastoral
die Lebens- und Gesundheitsbedingungen bedürftiger
Familien zu verbessern. Nachdem die Familien in
das von ihnen gewählte Gewerbe unterwiesen
worden sind, werden ihnen die dafür nötigen
Mittel von der Kinderpastoral zur Verfügung
gestellt. Das Programm umfasst die verschiedensten
Aktivitäten: Nähstuben, Bäckereien,
Gemüseanbau, Tierzucht, Dienstleistungsbetriebe
usw.
Die Berufsausbildung wird durch die Veranstaltung
von Befähigungskursen ergänzt. Auf diese
Weise wird versucht, den freiwilligen Gemeindeleitern
und den von der Kinderpastoral betreuten Familien
bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten.
Im Jahr 2001 wurden im Rahmen der in ganz Brasilien
durchgeführten Maßnahmen 42 Projekte
zur Erschließung von Verdienstmöglichkeiten
durchgeführt und 309 Personen ausgebildet.
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Beteiligung an der Sozialkontrolle
/ REBIDIA |
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Gemeindeleiter werden zur Teilnahme an der sozialen
Kontrolle der öffentlichen Dienste (munizipaler
Gesundheitsrat, Erziehung, öffentliche Fürsorge
und Wahrung der Rechte von Kindern und Jugendlichen)
auf munizipaler Ebene befähigt. Um die Befähigung
und den ständigen Informationsaustausch mit
den Gesetzgebern und den mit der Sozialkontrolle
beauftragten Behörden in den Bundesstaaten
und Munizipien zu gewährleisten, hat die Kinderpastoral
in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen das
Brasilianische Informations- und Dokumentationsnetz
über die Kindheit und die Jugend - REBIDIA
(Rede Brasileira de Informação e Documentação
sobre a Infância e Adolescência) gegründet. |
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Das geistige Wohlergehen
in der Gemeinde |
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Hier werden Vorkehrungen zur Verhinderung der
Gewalt und zur Bekämpfung des Stresses in den
von der Kinderpastoral betreuten Familien getroffen.
Dazu gehören z.B. die gemeinschaftliche Therapie
und Massagen, die von Fachleuten durchgeführt
bzw. verabreicht werden. |
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Kleine Gesprächsrunden |
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Organisation von kleinen Gesprächsrunden
mit den Gemeindeleitern, um gemeinsame Probleme
zu besprechen und Lösungen dafür zu finden.
Die kleinen Gesprächsrunden fördern die
Beteiligung der Gemeinde durch die Methodik des
Sehens, Beurteilens, Handelns und Feierns, um Themen
wie z.B. die Drogen, den Alkoholismus, die Schwangerschaft
im Jugendalter (um vorzeitige Schwangerschaften
zu verhindern) und andere von der Gemeinde vorgeschlagene
Themen zu diskutieren. |
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Projekt Criança
Viva (Lebendiges Kind) |
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Das Programm wird mit Mitteln der Fernsehsendung
Criança Esperança des
Fernsehsenders Rede Globo in Zusammenarbeit mit
UNICEF getragen. Sein Ziel ist die Durchführung
gemeinschaftlicher Aktionen zur Reduzierung der
Kindersterblichkeit und der Unterernährung
und zur nachhaltigen Entwicklung organisierter Gemeinden
in den ärmsten Landkreisen Brasiliens. Dieses
Projekt gehört ebenfalls zu den Zusatztätigkeiten
der Kinderpastoral. |
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Ernährungsprogramm |
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Erweiterung der Ernährungsmaßnahmen
durch die Beteiligung aller lokalen Sozialeinrichtungen
mit dem Ziel, ein Ernährungsprogramm einzuführen,
das allen Bürgern angemessene Ernährung
garantiert.
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Natürliche Familienplanung
(die Kettenmethode) |
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Informationen
an Ehepaare und junge Leute über die Methoden
der Familienplanung, unter Betonung der natürlichen
Methoden. Um den Zielpersonen diese Methoden zugänglich
zu machen, wurde die sogenannte Kettenmethode
erfunden, die Klarheit über die fruchtbaren
Tage der Frau und über das Vorbeugen vor
unerwünschten Schwangerschaften verschafft.
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Ältere Menschen |
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Ein Phänomen, das weltweit zu beobachten
ist z.B. durch die Abnahme der Fruchtbarkeit, den
Rückgang der Kindersterblichkeitszahlen und
die Erhöhung der Lebenserwartung, macht sich
auch in Brasilien bemerkbar: Die Brasilianer werden
jedesmal älter. Abgesehen von den Großeltern
und den Erziehungsberechtigten der betreuten Kinder,
sind viele freiwillige Mitarbeiter der Kinderpastoral
ältere Menschen. Aus diesem Grund hat die Kinderpastoral
ein besonderes Programm entwickelt, um die Erfahrungen
älterer Menschen einzubeziehen und um ihnen
auch Informationen auf dem Gebiet der Gesundheitspflege
und der ihnen zustehenden Rechte erteilen zu können.
Ziel des Programms ist die Befähigung der Gemeindeleiter,
damit diese monatliche Hausbesuche bei den Familien
abstatten, Angaben zu den älteren Menschen
sammeln, sie in Fragen der Gesundheitserhaltung
beraten und ihnen - falls notwendig - einen Besuch
beim Arzt empfehlen können. Auf diese Weise
wird versucht, Langlebigkeit mit Lebensqualität
in Einklang zu bringen. |
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Soziale Kommunikation |
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Die
Kinderpastoral bemüht sich ständig um
die Ausarbeitung von erzieherischem Material,
sowohl in gedruckter als auch in audiovisueller
Form. Es wurden bisher schon über zwanzig
erzieherische Videofilme produziert; alle zwei
Monate wird auch eine Zeitung mit insgesamt 16
Seiten und einer Auflage von 250.000 Exemplaren
herausgegeben, die an die von der Kinderpastoral
betreuten Gemeinden und den Partnern der Institution
gerichtet ist, und einmal pro Woche wird in ganz
Brasilien die Rundfunksendung Viva a Vida
(Lebe das Leben) kostenlos von über 1.343
Radiosendern ausgestrahlt. Die genannten Materialien
und Sendungen dienen der Übertragung von
Informationen und der ständigen Ausbildung
der Gemeindeleiter, Gemeinden und Familien auf
allen Tätigkeitsgebieten der Kinderpastoral;
sie behandeln immer aktuelle Themen von gemeinsamem
Interesse. Die Kinderpastoral wird auch von einer
Gruppe von freiwilligen Kommunikatoren unterstützt,
die sich mit ihren Zielen solidarisieren. Es sind
über 600 Personen, zu denen Journalisten,
Rundfunksprecher, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit
und Künstler zählen. Sie sind in 23
brasilianischen Bundesstaaten vertreten. Diese
freiwilligen Mitarbeiter versuchen drei wichtige
Kommunikationsbereiche zu stärken: a) die
Präsenz der Kinderpastoral in den verschiedenen
Massenmedien; b) die Implementierung von Sendungen
in den lokalen Rundfunksendern über Themen
wie z.B. Gesundheit, Ernährung, Erziehung,
Bürgerrechte sowie die allgemeine Entwicklung
der Kinder; c) die Anwendung verschiedener Kommunikationstechniken
in den Gemeinden, einschließlich der Vorführung
von Videofilmen, der Präsentation von erzieherischem
Material, der Aufführung von Theaterstücken,
der Anwendung der Technik der Gruppendynamik usw.
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