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Die
Kinderpastoral übt ihre Tätigkeiten vor allem
in der Gesellschaft und der Familie aus. Zu ihrer Dynamik
gehört die Befähigung von Gemeindeleitern,
die die Familien ihrer Gemeinde dazu anregen sollen,
für ihre Kinder besser zu sorgen. Es gibt drei
wichtige Formen, den Informationsaustausch zu fördern
und das Solidaritätsgefühl zu stärken:
Das Abstatten monatlicher
Hausbesuche durch die Gemeindeleiter bei den
betreuten Familien (Jeden Monat werden von den Gemeindeleitern
mehr als eine Million Besuche abgestattet);
Der Tag der Gewichtskontrolle,
ein Tag an dem die Gemeinde sich versammelt, um ihre
Kinder zu wiegen und die Gabe des Lebens zu feiern
(Das geschieht in über 32.000 Gemeinden, die
ihre Kinder wiegen und mehr über sie lernen wollen);
Die monatlichen Versammlungen
der Gemeindeleiter, um die Aktivitäten
des vorausgehenden Monats zu evaluieren und das Gefühl
zu stärken, dass Schwierigkeiten am besten gemeinsam
überwunden werden können.
In
den betreuten Gemeinden werden verschiedene Maßnahmen
durchgeführt, angefangen mit Maßnahmen, die
das Überleben und die vollständige Entwicklung
der Kinder gewährleisten sollen, bis zu Maßnahmen,
die die Lebensqualität bedürftiger Familien
in physischer, materieller und spiritueller Hinsicht
verbessern sollen. Auf diese Weise wird versucht, allen
Menschen gleiche Chancen zu ermöglichen und für
Gerechtigkeit und Frieden zu sorgen. Zu den besagten
Tätigkeiten gehören vor allem:
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die uneingeschränkte
Unterstützung werdender Mütter |
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Beratung
und Nahrungskontrolle werdender Mütter; dem
Leben wird von der Schwangerschaft an Bedeutung
geschenkt. Schwangere Frauen werden zum Stillen
angeleitet und auf die Wichtigkeit der pränatalen
Untersuchungen hingewiesen. |
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| 2 |
die Förderung des
Stillens (Hier lernen die Kinder zum ersten Mal,
was Liebe und Friede bedeutet) |
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Maßnahmen, die den Kindern die nötige
Grundlage verschaffen sollen, damit sie sich körperlich,
psychisch und gefühlsmäßig vollkommen
entwickeln können; |
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| 3 |
die Ernährungskontrolle |
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Alle betreuten Kinder werden jeden Monat gewogen.
Ihren Eltern oder den für ihre Erziehung zuständigen
Personen wird die Wichtigkeit der Gewichtskontrolle
und der Betreuung der Entwicklung der Kinder nahegelegt. |
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| 4 |
die bereicherte Ernährung |
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Konkrete Maßnahmen zur besseren Verwertung
von nahrhaften und preiswerten Lebensmitteln, die
in den Gemeinden erhältlich sind; die Familien
werden dazu angeleitet, die Verschwendung von Lebensmitteln
zu meiden, und es wird ihnen beigebracht, wie Blätter,
Schalen und Kerne verwendet werden können; |
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| 5 |
die Kontrolle der diarrhöischen
Erkrankungen |
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Verbreitung von Maßnahmen zur Vorbeugung
von Diarrhöen und zur peroralen Rehydratation
durch die Verabreichung von physiologischen Kochsalzlösungen.
Die dazu nötigen Messlöffel werden umsonst
verteilt.
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| 6 |
die Kontrolle der Atemwegserkrankungen |
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Vorbeugung gegen Atemwegserkrankungen, vor allem
der Pneumonie, Erkennung der Risikozeichen, Weiterleitung
an die zuständige Bezirksarztstelle und häusliche
Betreuung von Kindern während der ärztlichen
Behandlung. |
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| 7 |
die natürlichen Heilmittel |
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Unterweisung der Mütter und anderer Familienangehörigen
in der Anwendung natürlicher Heilmittel, die
die Großmütter so gut kennen. |
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| 8 |
die Förderung der routinemäßigen
Impfung von Kindern und werdenden Müttern |
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Die Familien werden angeregt, an Impfkampagnen
zur Verhütung vor ansteckenden Krankheiten
teilzunehmen; gleichzeitig wird ihnen der Zugang
zu den Impfstellen erleichtert. |
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| 9 |
die Grunderziehung |
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Beratung
der Eltern, Familien und Gemeinden, damit sie ihre
Rolle in Bezug auf die gesamte Entwicklung des Kindes
von der Schwangerschaft an bis zum Alter von 6 Jahren
besser verstehen können. Hier wird vor allem
dem Gehen, dem Sprechen und dem Spielen Aufmerksamkeit
geschenkt. Es werden gemeinschaftliche Spielräume
eingerichtet, wo die Kinder spielen und kulturelle
Werte, wie z.B. Aufmerksamkeit, Freiheit und Zärtlichkeit,
die für ihre Entwicklung von grundlegender
Bedeutung sind, erleben können. |
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| 10 |
das Vorbeugen gegen häusliche
Unfälle |
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Förderung der Aufmerksamkeit innerhalb der
Familie und in der Gemeinde, um Gefahrenquellen
zu erkennen und Unfällen mit Kindern zu vermeiden. |
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die Verhinderung der Gewaltanwendung
gegen Kinder in der Familie |
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Konkrete Handlungen zur Unterdrückung der
Aggressivität ohne Anwendung von Gewalt,
um eine behagliche und friedliche Atmosphäre
in der Familie im Rahmen der Kampagne Der
Friede beginnt zu Hause zu schaffen.
Handlungen zur Vorbeugung gegen die häusliche
Gewalt und die Erziehung zum Frieden gehören
seit der Gründung der Institution zum Tätigkeitsprogramm
der Kinderpastoral. 1999, als hunderte von Organisationen
auf der ganzen Welt sich der von der UNO veranstalteten
Friedenskampagne Ein Leben ohne Gewalt ist
unser aller Recht anschlossen, hat die Kinderpastoral
die Kampagne Der Friede beginnt zu Hause in über
32.000 Gemeinden in ganz Brasilien eingeführt.
Den Beziehungen innerhalb der Familie und der
Förderung der Selbstachtung wurde damals
besondere Bedeutung beigemessen. Die Koordinationsgruppen
der Kinderpastoral haben Bürgermeister, Gouverneure,
den Präsidenten Brasiliens und andere soziale
und politische Behörden aufgesucht und ihnen
konkrete Vorschläge für die Entwicklung
einer Friedenskultur präsentiert.
Es wurden darüber hinaus verschiedene Kundgebungen
in den Schulen, Gemeindeverbänden und anderen
Organisationen veranstaltet. Es wurden über
4,5 Mio. Exemplare der "10 Gebote für
den Frieden in der Familie in den von der
Kinderpastoral betreuten Gemeinden, sowie in anderen
Gemeinden, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt
haben, verteilt. Das Solidaritätsnetz, das
sich aus über 153.000 freiwilligen Helfern
zusammensetzt, hat das Thema der Entwicklung einer
Friedenskultur dem ganzen Land als Herausforderung
präsentiert.
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| 12 |
Vorkehrungen zur Verhinderung
von Geschlechtskrankheiten |
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Vorbeugungen gegen Geschlechtskrankheiten - vor
allem gegen AIDS in den von der Kinderpastoral
betreuten Familien und im Rahmen von Partnerschaften
mit anderen sozialen Einrichtungen; Förderung
solidarischer Maßnahmen gegenüber HIV-Infizierten
und anderen Kranken. |
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die Katechese vom Mutterleib
an bis zum Alter von sechs Jahren |
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Erfahrungen, die den Menschen helfen sollen, die
Spiritualität zu erleben und zu entwickeln
und die Menschenwürde in der Familie um der
Gemeinde zu wahren. |
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| 14 |
Mundhygiene |
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Beratung von Müttern über vorbeugende
Maßnahmen gegen Karies bei Säuglingen
und zur Entwicklung der Gewohnheit der Mundhygiene. |
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