Darstellung
Rede des Präsidenten der Republik
Aussage von Dr. Zilda Arns Neumann
Wichtige Daten Im Überblick
Einsatz in Anderen Ländern
Kommision
Der Friede Beginnt zu Hause

Kindersterblichkeit und Unterernährung

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Peace. Pax. Friede. Pace. Paix. Shalom. Salaam. Axé. Heiwa. Paz.

Douglas Mansur          Auf der ganzen Welt ist das der Leitspruch, die große Herausforderung des dritten Millenniums. Es ist mehr als ein einfacher Waffenstillstand, es geht hier vielmehr um die Entwicklung einer Friedenskultur, angefangen bei den Kindern im Rahmen ihrer Familie und der Gemeinde, und durch die gemeinsamen Bemühungen um deren Eingliederung in die Gesellschaft.

          Das ist das Einsatzgebiet der Kinderpastoral, die sich seit 19 Jahren ununterbrochen um die Gesundheitsfürsorge, die Vorbeugung gegen Krankheiten, die Verbesserung der Lebensqualität und die Gewaltvorbeugung durch die Entwicklung einer Friedenskultur im Alltag der Brasilianer bemüht. Die Arbeit wird in 32.743 in den Elendsvierteln der Städte und im Hinterland angesiedelten Gemeinden verteilt in insgesamt 3.555 Landkreisen in allen brasilianischen Bundesländern geleistet. Es sind über 153.000 freiwillige Helfer, die 1.635.461 bedürftige Kinder unter sechs Jahren und 76.842 schwangere Frauen aus 1.135.969 Familien betreuen.

          Trotz des im letzten Jahrzehnt verzeichneten Fortschritts, stellt das Problem der Ungleichheit sozialer Chancen in Brasilien noch eine zu überwindende Hürde dar. Neuere Forschungsarbeiten1 zeigen, dass der Abstand zwischen Armen und Reichen bei der Einkommensverteilung in den letzten zwanzig Jahren einer der größten in Brasilien ist. Hinzu kommt noch, dass auch unter den Armen tiefe Gräben existieren, wenn man z.B. die wirtschaftliche Situation der Schwarzen und Mulatten2 mit der der Weißen vergleicht. Das trägt zum Ausbruch unzähliger Probleme bei, wie z.B. zu den verschiedensten Gewaltakten.

          Da die Kinderpastoral ausschließlich in den ärmlichsten und elendsten Gegenden tätig ist, stoßt sie in ihrem täglichen Einsatz andauernd auf die Folgen der Ungleichheit sozialer Chancen, nämlich auf Probleme wie z.B. die Arbeitslosigkeit, die Wohnungsnot, die schlechte Ernährung, den Alkoholismus, die Drogen, die Auflösung der Familien usw. Aus diesem Grund legt die Kinderpastoral den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Erholung und die Stärkung des sozialen Gewebes. Die Mitwirkung von über 130.000 Gemeindeleiter, die in unmittelbarer Nähe wohnen und arbeiten, ist für die Erkennung von Schwierigkeiten bei den Beziehungen innerhalb der Familie oder der Gemeinde von wesentlicher Bedeutung; so kann die Bevölkerung dazu angeleitet werden, sich zu organisieren, um an den politischen Entscheidungen, die sie direkt betreffen, teilzunehmen.

          Als ökumenische und überparteiliche Einrichtung, übt die Kinderpastoral ihre Tätigkeiten aus, ohne auf die Rasse, die Hautfarbe, die Religionszugehörigkeit oder die politische Gesinnung ihrer Helfer und der von ihr betreuten Familien zu achten. Damit wollen wir zeigen, dass wir eine einzige Familie sind, in der das Leid des einen auch die anderen berührt und der Erfolg des einen eine Errungenschaft vieler ist; dadurch entsteht die Kompromissbereitschaft, und die Bände der Solidarität werden gestärkt.

          Indem die Kinderpastoral jeden Helfer und jede Familie dazu animiert, sich für die Umwandlung ihrer Wirklichkeit selbst verantwortlich zu fühlen, und durch die Tatsache, dass sie den betreuten Kindern und Familien eine bessere Lebensqualität gewährleistet, bricht die Kinderpastoral die Bände der sozialen Ausgliederung, die Millionen von Brasilianern zu passiven Zuschauern ihrer eigenen Geschichte macht.

          Die von der Kinderpastoral ausgeübten Tätigkeiten auf dem Gebiet des kommunalen Gesundheitswesens, der Ernährung, der Bewusstmachung der Bürgerrechte und der Erziehung fördern und stärken den Frieden, denn sie leiten die Mütter dazu an, besser für ihre Kinder, die Eltern besser für ihre Familien, die Gemeinde besser für schwangere Frauen und Kinder zu sorgen und machen alle Menschen über ihre Rechte und ihre Pflichten hinsichtlich der Veränderung der Realität bewusst. Das Solidaritätsnetz, das sich durch diese festgelegten Ziele und konkrete Handlungen bildet, regt die Menschen an, ihre Mitmenschen zu respektieren, die Verschiedenheit zu akzeptieren, sich gemeinsam um die Verwirklichung von Träumen und Idealen und folglich für die Erhaltung des Friedens zu bemühen.

Wir pflegen den Keim


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