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Peace. Pax. Friede. Pace. Paix.
Shalom. Salaam. Axé. Heiwa. Paz.
Auf
der ganzen Welt ist das der Leitspruch, die große
Herausforderung des dritten Millenniums. Es ist mehr
als ein einfacher Waffenstillstand, es geht hier vielmehr
um die Entwicklung einer Friedenskultur, angefangen
bei den Kindern im Rahmen ihrer Familie und der Gemeinde,
und durch die gemeinsamen Bemühungen um deren Eingliederung
in die Gesellschaft.
Das
ist das Einsatzgebiet der Kinderpastoral, die sich seit
19 Jahren ununterbrochen um die Gesundheitsfürsorge,
die Vorbeugung gegen Krankheiten, die Verbesserung der
Lebensqualität und die Gewaltvorbeugung durch die
Entwicklung einer Friedenskultur im Alltag der Brasilianer
bemüht. Die Arbeit wird in 32.743 in den Elendsvierteln
der Städte und im Hinterland angesiedelten Gemeinden
verteilt in insgesamt 3.555 Landkreisen in allen brasilianischen
Bundesländern geleistet. Es sind über 153.000
freiwillige Helfer, die 1.635.461 bedürftige Kinder
unter sechs Jahren und 76.842 schwangere Frauen aus
1.135.969 Familien betreuen.
Trotz
des im letzten Jahrzehnt verzeichneten Fortschritts,
stellt das Problem der Ungleichheit sozialer Chancen
in Brasilien noch eine zu überwindende Hürde
dar. Neuere Forschungsarbeiten1 zeigen, dass der Abstand
zwischen Armen und Reichen bei der Einkommensverteilung
in den letzten zwanzig Jahren einer der größten
in Brasilien ist. Hinzu kommt noch, dass auch unter
den Armen tiefe Gräben existieren, wenn man z.B.
die wirtschaftliche Situation der Schwarzen und Mulatten2
mit der der Weißen vergleicht. Das trägt
zum Ausbruch unzähliger Probleme bei, wie z.B.
zu den verschiedensten Gewaltakten.
Da
die Kinderpastoral ausschließlich in den ärmlichsten
und elendsten Gegenden tätig ist, stoßt sie
in ihrem täglichen Einsatz andauernd auf die Folgen
der Ungleichheit sozialer Chancen, nämlich auf
Probleme wie z.B. die Arbeitslosigkeit, die Wohnungsnot,
die schlechte Ernährung, den Alkoholismus, die
Drogen, die Auflösung der Familien usw. Aus diesem
Grund legt die Kinderpastoral den Schwerpunkt ihrer
Arbeit auf die Erholung und die Stärkung des sozialen
Gewebes. Die Mitwirkung von über 130.000 Gemeindeleiter,
die in unmittelbarer Nähe wohnen und arbeiten,
ist für die Erkennung von Schwierigkeiten bei den
Beziehungen innerhalb der Familie oder der Gemeinde
von wesentlicher Bedeutung; so kann die Bevölkerung
dazu angeleitet werden, sich zu organisieren, um an
den politischen Entscheidungen, die sie direkt betreffen,
teilzunehmen.
Als
ökumenische und überparteiliche Einrichtung,
übt die Kinderpastoral ihre Tätigkeiten aus,
ohne auf die Rasse, die Hautfarbe, die Religionszugehörigkeit
oder die politische Gesinnung ihrer Helfer und der von
ihr betreuten Familien zu achten. Damit wollen wir zeigen,
dass wir eine einzige Familie sind, in der das Leid
des einen auch die anderen berührt und der Erfolg
des einen eine Errungenschaft vieler ist; dadurch entsteht
die Kompromissbereitschaft, und die Bände der Solidarität
werden gestärkt.
Indem
die Kinderpastoral jeden Helfer und jede Familie dazu
animiert, sich für die Umwandlung ihrer Wirklichkeit
selbst verantwortlich zu fühlen, und durch die
Tatsache, dass sie den betreuten Kindern und Familien
eine bessere Lebensqualität gewährleistet,
bricht die Kinderpastoral die Bände der sozialen
Ausgliederung, die Millionen von Brasilianern zu passiven
Zuschauern ihrer eigenen Geschichte macht.
Die
von der Kinderpastoral ausgeübten Tätigkeiten
auf dem Gebiet des kommunalen Gesundheitswesens, der
Ernährung, der Bewusstmachung der Bürgerrechte
und der Erziehung fördern und stärken den
Frieden, denn sie leiten die Mütter dazu an, besser
für ihre Kinder, die Eltern besser für ihre
Familien, die Gemeinde besser für schwangere Frauen
und Kinder zu sorgen und machen alle Menschen über
ihre Rechte und ihre Pflichten hinsichtlich der Veränderung
der Realität bewusst. Das Solidaritätsnetz,
das sich durch diese festgelegten Ziele und konkrete
Handlungen bildet, regt die Menschen an, ihre Mitmenschen
zu respektieren, die Verschiedenheit zu akzeptieren,
sich gemeinsam um die Verwirklichung von Träumen
und Idealen und folglich für die Erhaltung des
Friedens zu bemühen.
Wir
pflegen den Keim
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