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Aussage von Dr.
Zilda Arns Neumann,
Gründerin und nationale Koordinatorin
der Kinderpastoral
Damit
der Friede innerhalb der Familie, der Gemeinde und auf
der ganzen Welt herrschen kann, muss massiv in Projekte
investiert werden, die den Menschen, die Gesundheit,
die Erziehung, die Ernährung, die Landwirtschaft,
die Umweltsanierung, den Gesundheitsschutz und die Bekämpfung
der Arbeitslosigkeit als oberstes Ziel haben.
Der
große Geldmittelverlust, der bei allen Ländern
der dritten Welt infolge von Auslandsschulden zu verzeichnen
ist, muss dringend überdacht werden, denn er bedroht
Millionen von Kindern und ganze Familien, die zum Opfer
der sozialen Ungleichheit zwischen den verschiedenen
Nationen und zwischen den Gesellschaftsklassen in den
einzelnen Ländern fallen. Es wäre viel besser
und wirtschaftlicher, wenn die Auslandsschulden für
die Durchführung sozialer Projekte, die die soziale
Eingliederung anvisieren, verwendet würden. Der
soziale Ausschluss und die Chancenungleichheit erzeugen
Gewalt und führen zum Drogenschmuggel, zu Kriegen.
Solange
es hungernde und von der Gesellschaft ausgeschlossene
Menschen gibt, solange wir eine Kultur, die die Gewalt,
die Intoleranz, den Hass, das Konkurrenzdenken und die
Vorstellung, dass eine Rasse oder ein Land den anderen
überlegen ist, fördert, wird es keinen Frieden
auf Erden geben. Wir alle müssen uns darüber
im Klaren sein, dass die Friedenserziehung Investitionen
erfordert, aber profitabler als jeder Krieg ist, denn
Kriege hinterlassen nur Zerstörung und nähren
den Hass.
Je
nachdem wie Kinder behandelt und gefördert werden,
können sie in Zukunft zu einem Keim des Friedens
oder der Gewalt werden; der familiäre und der gemeinschaftliche
Kontext sollten als das Saatgut für den Aufbau
einer gerechteren und von der brüderlichen Gesinnung
geprägten Welt im Dienste des Lebens und der Hoffnung
verstanden werden."
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